VermessungspraktikumPraktikum der 10. Klasse
Einleitung unsere Arbeiten bestanden aus Längenmessung, Winkelmessung, Kleinvermessung und Koordinatenrechnung. Waren sämtliche Fehlmessungen beseitigt, konnte wir mit dem Kartenzeichnen beginnen.
Ein Erlebnisbericht: Der erste Tag Am 3. September machten wir uns auf den Weg zu unserem Feldmesspraktikum, welches in FORST/CZ stattfinden sollte. Forst liegt ca. 140 km östlich von Prag, und hat ca. 40 Einwohner. Wir fuhren etwa um halb 8 Morgens los, und kamen gegen 23 Uhr an. Wir bekamen selbst zu dieser späten Stunde noch warmes Essen serviert, und danach gingen dann auch die meisten ins Bett, da die Busfahrt recht anstrengend war. Am nächsten Morgen gab es um 9 Frühstück, und um 10 war die Besprechung für die Arbeitsverteilung. Das ganze gestaltete sich an anderen Tagen zwar eine Stunde früher, aber heute wurde uns gestattet „auszuschlafen“.. Um 10 also wurde uns erst mal das Gelände erklärt, d.h.: welches Gelände wir vermessen dürfen, wo da die Fluchtstäbe stehen, und was zu tun ist. So machten wir uns am Vormittag auf den Weg, das Gelände abzugehen, schnurgerade von Fluchtstab zu Fluchtstab, unsere Schritte zählend (welche wir auch notieren mussten!). Ebenfalls mussten wir eine genau 20m lange Strecke viermal ablaufen, und natürlich wieder alles notieren. Hinterher konnte man daraus die Längen des Gebiets ungefähr herausfinden. Fast alle waren noch vor dem Mittagessen - um 1- fertig. Nach dem Mittag, hatten wir bis 3 Uhr Mittagspause.
Das Bestimmen der Winkel Dann war wieder Arbeitsbesprechung, diesmal für den Nachmittag. Diesmal ging es darum die Winkel herauszufinden, in denen die Fluchtstäbe zueinander stehen, was wir mit einem Kompass taten. Jetzt hatten wir die ungefähren Winkel und Längen, und so konnten wir uns ans Zeichnen der Schrittmaßskizze begeben. Ich hatte noch nicht erwähnt, dass die Klasse in sechs Gruppen, und das Gelände in sechs Polygone unterteilt wurde, damit man sich mit der Arbeit abwechseln kann. Deshalb sind auch manchmal Gruppen drin geblieben, um Karte zu zeichnen oder zu rechnen. So begaben sich jeden Tag andere Gruppen ans Längenmessen, Winkelmessen oder Kleinvermessen, mit mehr oder weniger Spaß an der Sache. Sonne steigerte meiner Meinung nach den Erfolg, und Erfolg brachte den Spaß.. Regen kehrte natürlich das Ganze um (so wie wir manchmal Rechnungen, ha, ha, ha !!). Und sonst... So verstrichen die Tage auf dem Feld und die Nächte auf anderen Zimmern (gilt für viele Jungs), und wenn nicht, dann mit viel Musik und Doppelkopf ... (unser Jungenzimmer hatte zwei E-Gitarren, einen Verstärker, einen Ghettoblaster und tonnenweise Musik dabei......) Zum Glück war der Sonntag für die, die ordentlich gearbeitet hatten frei (J), und der Montag und Dienstag waren größtenteils auch "nur" mit Rechnen und Karte zeichnen belegt. Abschluss Am Mittwoch ging es dann auch schon wieder nach Hause und ich denke, dass fast alle ziemlich traurig waren, da es ja schon unsere vorletzte Klassenfahrt war. Es war eine schöne, ohne besondere Zwischenfälle, aber dennoch nicht sehr ruhige (und das beziehe ich besonders auf unser Zimmer) Klassenfahrt mit sehr schönen Erfahrungen. Denn Mathe mal praktisch zu machen ist etwas völlig anderes und sollte auf jeden Fall sinnvoll genutzt werden, wenn man mal so ein Praktikum macht.
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