Reed-Kontakt-Motor

Wie baue ich eine elektrische Maschine, die, einmal in Gang gesetzt, von selbst weiterläuft und dann irgendwelche nützlichen Gerätschaften antreibt? Wäre diese Frage in der Vergangenheit nicht von Naturforschern oder Ingenieuren bewegt worden, ständen wir heute anders in der Welt – sicher ohne Fön, ohne Festplatte und ohne elektrische Straßenbahn. Um nur einige wenige heute selbstverständliche technische Errungenschaften zu nennen, die mit einem elektrischen Motor angetrieben werden.  Einen solchen Motor kann man mit einfachen Mitteln bauen:
Aus Kupferdraht, mit dem man eine Spule um eine Eisenschraube wickelt – daraus wird ein Elektromagnet. Eine weitere Schraube oder ein Nagel wird zur rotierenden Achse, darauf ein Stück Vierkantholz aus dem Baumarkt. Dies wird zum Träger  zweier Magnete. Stuhlwinkel und Sperrholz bilden das Grundgerüst auf dem die Einzelteile geschickt und durchdacht zusammengefügt werden müssen.

Ein Reed-Kontakt aus dem Elektronikmarkt bemerkt das Vorbeiflitzen des Magneten auf der rotierenden Achse und schließt genau im richtigen Moment einen elektrischen Kontakt, der den Elektromagneten aktiviert, der den Magneten auf der gegenüberliegenden Seite der rotierenden Achse abstößt und ……
so oder ähnlich lauten die Funktionsbeschreibungen der 9. Klässler, die in der vergangenen Physikepoche die Aufgabe hatten, einen solchen Motor zu bauen. Ein mühsames, aber auch Freude bringendes Geschäft. Theorie und Praxis in Einklang und den Motor zum Laufen bringen, Fehler suchen, bessere Lösungen finden. Echte Ingenieurstätigkeit!
Die Drehzahlen der Motoren wurde gemessen und die BaumeisterInnen der drei schnellsten Motoren mit Schokoladenportionen zwischen 750g und 100g ausgezeichnet.

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