Waldorfschulen untersagen NPD Namensmissbrauch

NPD-Internetseite kündigt gesetzwidrig Waldorflandschulheim in Rauen (Oder/Spree) an

Auf der Internetseite der NPD vom 31.07.2007 hat NPD-Funktionär Andreas Molau angekündigt, er sei „heute in der Lage, ein neues Waldorflandschulheim auf dem Gut ‚Johannesberg’ zu eröffnen.“ Der Bund der Freien Waldorfschulen hält dies für einen Missbrauch des geschützten Namens „Waldorf“ und wird dagegen entsprechende Schritte einleiten.

Der Bund der Freien Waldorfschulen aus Stuttgart betont, dass die Namen „Waldorf“ und „Rudolf Steiner“ im pädagogischen Zusammenhang namensrechtlich umfassend geschützt sind. Christian Boettger, Geschäftsführer beim Bund der Freien Waldorfschulen in Stuttgart: „Der Bund der Freien Waldorfschulen hat das Namensrecht schützen lassen, um Namensmissbrauch zu verhindern. Wir werden mit Sicherheit keiner Einrichtung das Namensrecht erteilen, die in irgend einer Form mit rechtsradikalem Gedankengut assoziiert ist, weil das der Waldorfpädagogik fundamental widerspricht“.

NPD-Funktionär Andreas Molau wurde durch ein Schreiben des Bundes der Freien Waldorfschulen am 1. August 2007 aufgefordert, unverzüglich seine Stellungnahme „Rauen soll Waldorfschule erhalten“ von der Internetseite der NPD herunterzunehmen und auch sonst die Namen „Waldorf“ oder „Rudolf Steiner“ nicht mehr zu verwenden. Andernfalls wird der Bund der Freien Waldorfschulen rechtliche Schritte gegen Andreas Molau und die NPD einleiten.

Herausgeber:
Bund der Freien Waldorfschulen
Christian Boettger
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Tel. 0711-2104225
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