Regelungen für die Jahresarbeit

 

1. Sinn der Jahresarbeit

Die Jahresarbeit bildet einen wesentlichen Schlusspunkt der Waldorfschulzeit an der Rudolf Steiner Schule Düsseldorf. Jeder Schüler soll sich dabei einer selbst gewählten Aufgabe tätig widmen und von seinen Erlebnissen, Gedanken, Erfahrungen und Erkenntnissen schriftlich und mündlich berichten. Die Arbeit stellt die Gelegenheit und Verpflichtung dar, sich initiativ, selbstständig und verbindlich in einem Arbeitsprozess innerhalb eines vorgegebenen Zeitrahmens zu beweisen. Zur Begleitung und Beratung wählt er sich einen Betreuer aus der Lehrerschaft.

 

2. Der Betreuer

Der Betreuer begleitet die genaue Formulierung der Aufgabenstellung und gibt Anleitungen zur selbstständigen Bearbeitung. Er verfolgt den Fortgang des Arbeitsprozesses und fertigt nach Abgabe der Arbeit eine genaue schriftliche Beurteilung an. Grundsätzlich stehen alle Lehrer der Schule für diese Aufgabe zur Verfügung.

 

3. Vorbereitung

Die Klassenbetreuer informieren die Schüler und Eltern der 11. Klassen über Sinn, zeitlichen Ablauf und Umfang der Abschlussarbeit und händigen ihnen das vorliegende Papier aus. Bei Bedarf werden beratende Gespräche angeboten.

 

4. Themenwahl

a) Das Thema kann seinen Schwerpunkt im künstlerischen, wissen­schaftlich­-theore­tischen, handwerklichen oder sozialpraktischen Bereich haben. Art und Umfang der schriftlichen Arbeit ergeben sich aus der Themenstellung. Zu künstlerischen, handwerklichen und sozialpraktischen Arbeiten wird zusätzlich zur praktischen Tätigkeit ein Bericht angefertigt, in dem Prozess und Fortgang der Arbeit, Besonderheiten und Probleme beschrieben werden sowie die Ergebnisse kritisch reflektiert sind.

b) im Mittelpunkt einer künstlerischen Arbeit steht der künstlerische Prozess (Aneignung der Methode, Entwicklung der Gestaltung), der schriftlich dokumentiert wird. Dieser schriftliche Teil enthält nicht nur die Ergebnisse, sondern beschreibt auch den künstlerischen Prozess selbst in seiner Entwicklung und Gestaltung in Einzelschritten.

c) Ein wissenschaftlich‑theoretisches Thema kann nur bearbeitet werden, wenn es zulässt, dass der Schüler neben den aus der Literatur zusammengetragenen Ergebnissen seinen persönlichen Zugang zum Thema und eigene Erfahrungen deutlich macht.

d) Der Schüler gibt Thema sowie mehrere infrage kommende Betreuer bei den Klassenbetreuern an. Ein von der Pädagogischen Konferenz beauftragtes Gremium entscheidet über die Zulassung des Themas und die letztliche Zuordnung der einzelnen Betreuer.

 

5. Durchführung

a) Beginn der Bearbeitungszeit ist in der Regel eine Woche nach der Präsentation der vorhergehenden Jahresarbeiten; dazu findet eine gesonderte Zusammenkunft („Startschuss“) der 11. Klasse mit Vertretern des Kollegiums, der Elternschaft der Klasse und  Eltern, die in der Selbstverwaltung tätig sind, statt. Das PerLe (Persönliches Lerntagebuch) dient der regelmäßigen Aufzeichnung als Quelle eigener Erkenntnisse.

b) Vor den Osterferien findet ein Zwischenkolloquium in kleinen Gruppen statt, in dem jeder Schüler einen Bericht über den derzeitigen Stand seiner Abschlussarbeit gibt. Bei diesem Zwischenkolloquium sind auch Kollegen anderer Waldorfschulen als Gäste eingeladen.

c) Abgabe der Arbeit: Die schriftliche Arbeit muss im Entwurf zwei Wochen vor den Herbstferien und als Reinschrift am ersten Schultag nach den Herbstferien abgegeben werden. Dabei müssen Grundregeln für schriftliche Arbeiten eingehalten werden. Eine geeignete Zusammenfassung soll den Teilnehmern des Kolloquiums rechtzeitig zugänglich gemacht werden.

 

6. Öffentliche Präsentation

Nach den Herbstferien werden die Abschlussarbeiten durch Ausstellungen und Vorträge der Schulöffentlichkeit dargestellt; die Vorträge sollen schwerpunktmäßig die eigenen Erfahrungen und Ergebnisse aus der Arbeit zum Ausdruck bringen. Für die Gestaltung der für die Ausstellung bzw. die Aufführungen zur Verfügung gestellten Räume sind die Schüler verantwortlich. Im Anschluss an die Vorträge finden unter Beteiligung externer Gäste jeweils Kolloquia in kleinen Gruppen statt.

 

7. Beurteilung

Die schriftliche Beurteilung, die der Betreuer der Jahresarbeit erstellt, ist Bestandteil des Abschlusszeugnisses.

Konkretisierung

Konkretisierung der Aufgabe

Das Formular als pdf-Dokument

Rückblick

Das Formblatt für den Rückblick.

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