"Hochzeit" - von Elias Canetti

Klassenspiel der 12. Klasse

Termine:

Fr.  12.05.06 um 19.30 Uhr

Sa. 13.05.06 um 19.30 Uhr

So. 14.05.06 um 17.00 Uhr

 

Das Drama besteht aus einem Vorspiel in fünf Bildern und einem einzigen Akt. Im Mittelpunkt steht die Hochzeitsfeier, bei der es hoch zu und her geht. Plötzlich schlägt ein Gast ein Spiel vor: Gesetzt, das Haus wäre von einem Erdbeben bedroht, was täte jeder der Anwesenden hier für seinen liebsten Menschen? Ein jeder Hochzeitsgast nimmt seinen liebsten – und es ist nicht immer der, den man erwartet – und erklärt, was er für diese Person im Katastrophenfall machen würde. Aber aus dem Spiel wird Ernst. Das Haus beginnt zu schwanken, die Erde bebt...


Was uns das Klassenspiel bedeutet:
- Eine Gelegenheit für die Klasse wieder näher  zusammen zu finden
- Ein Projekt, das die Klassengemeinschaft stärkt
- Eine letzte gemeinsame Herausforderung für die ganze Klasse
- Man kann stolz aufeinander sein

Wir über das Stück:
- Ein lustiges Stück mit sozialkritischem Hintergrund
- Die Gesellschaft, die aneinander vorbeiredet
- Es ist interessant selbstsüchtige Charaktere darzustellen
- Ein Stück, das uns vor Augen führt, wie wir miteinander umgehen
- Eine krasse Gesellschaftskritik, die aber durchaus berechtigt ist
- Saufen, Party, Sex – das erwünschte Leben eines jeden Schülers


Hochzeit:
„Ich schrieb es aus Verzweifelung über die Herzlosigkeit“ (Canetti)
1932 als erstes Drama des 27-jährigen Elias Canetti fertiggestellt
1965 Uraufführung in Braunschweig

Lori, ein Pagagei: „Haus, Haus, Haus“
sterbende Hausbesorgerin: „ Er lasst mich nicht reden. Er lasst mich nicht reden.“

„Es ist so, wie wenn Menschen in fremden Sprachen zueinander sprechen würden – ohne sie zu kennen; nur glauben sie, dass die die Sprache kennen, wodurch eine neue Dimension des Nichtverstehens entsteht.“ (Canetti)

„Und wenn ihr betet, sollt ihr nicht viel plappern wie die Heiden; denn sie meine, sie werden erhört, wenn sie viele Worte machen.“

Canetti:
1981 Nobelpreis für Literatur
„Viele sind eitel, aber wenige dazu auserwählt“ (1933)
„Der Fisch ertrinkt im Wasser. Der Vogel erstickt in der Luft. Der Mensch ist gut.“ (1942)
„An Grösse glaubte ich nicht recht; ich lebe für die Weite.“ (1941)
 
Die drei Gebote Canettis um die 10 von Moses zu ersetzen:
1. Du sollst nicht sterben
2. Du sollst nicht lieben

Probenfotos

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